Wie ich im TGV nach Paris gelandet bin… (+Neuer Teil)

Mein Leben in Spanien

Wie ich im TGV nach Paris gelandet bin… (+Neuer Teil)

Ja, ihr habt richtig gehört! Dieser Blogeintrag wird etwas abenteuerlich. Genauer gesagt handelt er davon, wie ich in der ersten Klasse im TGV gelandet bin, dass man sich besser nie auf Google-Maps verlassen sollte und von einer spanischen Stadt, in der man nicht spanisch redet. Willkommen zu meinem Kurztrip-Abenteuer nach Girona 🙂

Donnerstagmittag sollte es also losgehen. Unser Ziel: Girona, eine Stadt in den Bergen und ca.eine Stunde mit dem Auto von Premia de Dalt entfernt. Anna und ich hatten bereits am Abend zuvor die Zugtickets gebucht und das Zimmer im Hotel war auch schon reserviert. Unsere Gastfamilie fuhr uns dann auch schon zur Bahnstation nach Premia de Mar, wo wir unsere Bahn grade noch so erreichten. Geplant war eine halbe Stunde Umstiegszeit in Barcelona-Sants. Genügend Zeit zum Umsteigen-dachten wir jedenfalls. Kaum standen wir mit unserem Gepäck am Bahnhof, stellten wir fest, dass der Bahnhof sehr,sehr groß war. Und zu allem Überfluss stand auf unseren Fahrkarten weder das Gleis noch die Zugrichtung. Etwas panisch und immer die Uhr mit einem Auge im Blick,  fragten wir uns quasi durch den Bahnhof. Auf der riesigen Anzeigetafel fanden wir nur einen Zug der um 13.20 fuhr- und der fuhr schließlich nach Paris. Das konnte doch nicht unser Zug sein?! Noch 10 Minuten und wir reihten uns in die Schlange vor der Sicherheitskontrolle ein.Wenn du dachtest Kofferdurchleuchten und Abtasten gehören doch nur beim Flughafen dazu, kann ich dir ab sofort mitteilen, dass es in Spanien etwas anders läuft. Aber das hatten wir bei der Umstiegszeit natürlich  nicht eingeplant! Kaum zu glauben, dass wir es tatsächlich noch geschafft hatten! Trotzdem war ich der felsenfesten Überzeugung, dass wir im TGV definitiv falsch waren, bis wir unsere reservierten  Plätze fanden-erste Klasse. Das letzte mal bin ich im TGV zu meinem Schüleraustausch gefahren, da wurden Erinnerungen wach 🙂

Schüleraustausch 2014

Der TGV damals…

…und heute!

Und hier französische Zeitschrift über eine deutsche Stadt- und das in Spanien- läuft!(Erste Klasse halt 🙂 )

In Girona angekommen machten wir uns auf dem Weg zu unserem Hotel, wo wir die nächsten Nächte verbringen würden. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Stadtpark vorbei in dem sich Fahrgeschäfte und Buden aneinanderreihten. In Girona fand nämlich zurzeit,dass 10-tägige Stadtfest statt: „Feria de Sant Narcis“ Bei dem Fest geht es um den heiligen Narcissus, den Schutzpatron von Girona. Weitere Infos findet ihr hier

Nachdem wir auf der Kirmes Patatas Bravas gegessen hatte (ziemlicher Reinfall) machten wir uns auf dem Weg in die Altstadt. Zuerst wollten wir uns eine Sardana, einen typischen Katalonischen Tanz anschauen und anschließend vor der Kathedrale die typischen Menschentürme- Castells bestaunen. Recht schnell stellte sich doch heraus, dass bei der Sardana nur Menschen ab 60 Jahren aufwärts dabei waren und wir uns mehr als nur fehlplatziert vorkamen.

Sardana

Anschließend erkundeteten wir die Stadt bei Nacht und kamen an zahlreichen Märkten und Kastanienständen vorbei. Außerdem entdeckten wir eine Campoeira Gruppe um die sich Menschen versammelt hatten. Echt cool!

Kaffee zum Händewärmen

 

 

Oliven über Oliven…..

 

Bei der Kathedrale angekommen konnten wir uns trotz zahlreicher Versuche kaum nach vorne drängeln um etwas sehen zu können. Trotzdem möchten wir die Castells im Laufe des Jahres nochmal aus der Nähe anschauen. Wie so ein Castell aussieht? Einfach hier klicken

 

 

Menschenmassen vor der Kathedrale

 

Am nächsten Tag brachen wir nach einem ausgiebigen Hotel Frühstück in die Innenstadt bei Tag auf. Dort erkundeten wir die kleinen Gassen und liefen sogar bis auf die Stadtmauer, von der man einen fantastischen Blick hatten!

HInten kann man sogar die schneebedecketen Berge sehen 🙂

Noch ein paar Bilder von der Stadt:

Als wir weiter im Süden der Stadt, wieder von der Stadtmauer stiegen, stießen wir durch Zufall auf eine unterirdische Kunstausstellung. Dort ging man in einen alten Bunker unterhalb der Stadt und konnte Installationen bestaunen. Zwar konnte ich mit Installationen noch nie wirklichvielanfangen, interressant war es aber allemal!

Zum Abend hin beschlossen wir dann nochmal bei der Kirmes vorbei zu schauen und entschieden uns für eine Runde mit dem Riesenrad zu fahren. Obwohlich nicht die ängstlichste Person bin, verursachte das stetige Knarzen und Wackeln doch ein wenig für weiche Knie. Etwas erleichtert kamen wir wieder aus der Gondel herraus, aber nur um auf das Kettenkarussel aufzusteigen 😀 Dieses konnte nämlich, während es sich dreht, auf die gleiche Höhe vom Riesenrad fahrenund wieder runter (ca. 60m) Trotz Eiseskälte und ein paar erfrohrenen Händen, war es wirklich wunderschön!! <3

Trotzdem hatten wir noch nicht genug vom Abend und immer noch nicht erschöpft, brachen wir gegen 21:00h vom Hotel aus erneut auf. Von dort aus ging es wieder vorbei an Konzerten zu einer Mexikanischen Tapasbar, die uns gestern schon aufgefallen war. Dort bestellten wir zwei Mojitos, Nachos und  einige Tacos! Es war richtig cool & lecker dort!!!! Unser Plan war eigentlich, anschließend in einen Nachtclub zu gehen, da wir inPremia de Dalt nicht wirklich die Möglichkeit hatten, Spaniens Nachtleben besser kennenzulernen. Leider konnte man sich 0% auf Google Maps verlassen! Nachdem wir 5 Diskotheken abgeklappert hatten und diese entweder zu hatten, oder keine Menschen drin waren, gaben wir frustriert die Suche auf. Zurück zum Konzertplatz, versuchten wir dort unser Glück mit einer Bestellung von Cuba Libre (Cubata). Warum auch immer wusste die Frau an der Theke nicht was das ist und die Getränkekarten, waren hier auch wie überall in der Stadt nur auf catalan :/ Am Ende hielten Anna und ich jeweils eine Cola-Vodka (Vodka=Internationales Wort und damit das einzige was wir wussten) für jeweils schlappe 4€ (zzgl. je 1€ Pfand) in der Hand. Irgendwann war mir einfach nur noch kalt und ich wollte so schnell wie möglich nach Hause. Ca so gegen 1h erreichten wir dann auch unser Ziel und nach dem langen Tag ließ der Schlaf auch nicht mehr lange auf sich warten..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrigens habe ich an dem Abend noch ein kleines Fotoshooting gmacht hier ein paar Bilder 🙂

 

 

 

Tag 3 & 4

Letzter Tag = wärmster Tag

Nachdem wir die letzten Tage wirklich viel gelaufen waren, taten unsere Füße an Tag 3 schon sehr weh :/ Ganz entspannt liefen wir noch etwas in der Stadt herum und tranken außerdem eine heiße Schokoloade (es war wirlich pure und flüssige Schokolade :0) Zum Abend gingen wir dann noch in eine Pizzeria in der ein Fußballspiel lief. Es war wirklich ein cooler Pizza/Fußball/letzter Abend und wir gingen recht früh ins Bett, da wir am nächsten Tag nach Figueres, ins Dali-Museum fahren wollten.

Letzter Abend

 

Der Morgen begann sehr früh um ca 8h und wir packten unser restliches Zeug zusammen, bevor wir aufbrachen. Unser Weg führte unszurückzum Bahnhof von Girona, wo wir anschließend 45min mit der Bahn Richtung Norden fuhren.

Abschied von Girona

Figueres stellte sich als kleines verschlafenes Örtchen herraus, dass ohne das Museum wahrscheinlich nicht wirklich bekannt wäre. Ohne Probleme fanden schließlich das Museum, dank der Wegschilder. Nachdem wir der Ticketverkäuferin aussichtslos versucht hatten zu erklären, dass wir mit dem Freiwilligen Ausweis eigentlich nur den Studentenpreis zahlen müssen, zahlten wir eben das doppelte -_-…. Dafür konnten wir kostenlos und ohne Probleme unsere Rucksäcke verstauen. Das Museum hatte wirklich eine Einzigartigkeit an sich! Es war fast wie ein eigenes Kunstwerk von Salvador Dali.

 

 

 

 

 

Trotzdem stellte ich fest, dass mir einige Kunstwerke, die ich in der Surrealismus Ausstellung in Hamburg gesehen hatte mehr ansprachen. Trotzdem war es auf jeden Fall seinen Besucht wert!!!

Auf dem Rückweg beschlossen wir noch uns in ein Cafe zu setzen. Dieses hieß ganz zufällig Dalicatessen 🙂 Obwohl es sehr unscheinbar aussah, waren alle so unfassbar nett zu unsund der Inhaber konnte sogar sehr gut Deutsch sprechen 😀 Zurück im Zug (diesmal kein TGV) dauerte unsere Rückfahrt und- weg noch ca 2 Stunden. Völlig erschöpft aber auch sehr glücklich nach diesem Wochenende schlief ich ein.

 

Hasta luego

Eure Nina 🙂

Eine Antwort

  1. Monika Jüssen sagt:

    Hey Nina, nur keine Langeweile, ne? Wie spannend! Und doch nicht in Paris gelandet! Zeitlich auch noch alles geklappt. (Da kenne ich leider andere Stories)
    Ich warte schon sehnsüchtig auf Deinen nächsten Eintrag!
    Genieße weiterhin! Viel Spaß!
    Liebe Grüße von Monika.

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