Umzugsstress, Formacion und co: Das ist passiert im Februar

Mein Leben in Spanien

Umzugsstress, Formacion und co: Das ist passiert im Februar

Hallo ihr lieben! Im letzten Monat ist viel passiert und zwar soviel, dass ich selbst nicht mal Zeit für meinen Blog gefunden habe. Unter anderem bin ich seitdem umgezogen, war bei einigen Waldorfseminaren und musste für einen Uniauswahltest lernen, aber um ein bisschen Ordnung ins Chaos zu bringen…

Beginnen wir am besten von Anfang an:

Um an den letzten Blogeintrag anzuschließen: Die Pause während der Arbeit, die Anna und ich jetzt haben, genieße ich wirklich sehr, außerdem ist es nicht so eintönig wenn wir zu zweit spülen. Ich bin mal gespannt ob es weiterhin auch so bleibt. In der Nachmittagsbetreuung läuft soweit auch alles ganz gut ich brauche noch ein wenig Zeit um mich an den Ablauf und alles zu gewöhnen.

Am Wochenende anfang Februar waren wir dann nach langer Zeit wieder in Barcelona. Dort besuchten Anna und ich dann die “La pedrera” beziehungsweise das Casa Mila, eines der bekanntesten Bauwerke des Architekten Antoni Gaudi. Trotz des hohen Eintrittspreises wagten wir die Besichtigung und wurden nicht enttäuscht!! Über die Dachterrasse, den Dachboden und einige Zimmer des Hauses fürte uns unser Weg, samt Audioguide und wir tauchten in eine völlig andere Welt ein. Zusammengefasst war ich wirklich sehr begeistert und fand das Haus und Gaudis Werk wirklich sehr inspirierend und fantastisch! Als nächstes werde ich auf jeden Fall in die Sagrada Familia gehen.

Die Wochen danach waren sehr stressig. Nebenbei versuchte ich noch für einen Unibewerbungstest zu lernen und an den Wochenenden mussten wir zudem noch die Seminartage besuchen, die wir für das komplette Jahr noch brauchten. Insgesamt muss man nämlich bei dem Freiwilligendienst 29 an Pädagogischen Tagen/ Seminartage vorweisen. Die meisten werden aber schon vor Dienstanfang oder nach Dienstende fällig. Während des Dienstes sind es dann nur noch 7 Tage a 6 Stunden. Aus Erfahrung kann ich jetzt sagen, dass die Pädagogischen Tage in Barcelona sehr anstrengend waren. Das erste Mal fuhren wir sogar Freitags direkt nach der Arbeit dorthin, ich kam erst um 12h zuhause an und musste Samstags früh um 7 Uhr wieder los. Zum Inhalt lässt sich sagen, dass ich manche Dinge sehr nützlich und interessant fand. Vor allem der Jahreszeitentisch letztes Wochenende hat mir sehr gut gefallen. Dort wurden wir in Gruppen eingeteilt und sollten einen Tisch zum Thema einer Jahreszeit schmücken. Sobald es aber wieder Richtung Theorie ging schaltete sich leider irgendwann mein Kopf aus. So leid es mir tut aber nach einem 6 stündigen Vortrag auf Spanisch kann ich irgendwann einfach nicht mehr. Auch wenn ich schon mittlerweile viel verstehe ist es trotzdem sehr schwer.

Mitte Februar durften wir an einem Wochenende in Argentona außerdem die katalanische Köstlichkeit “Calscots” probieren. Das ist eine bestimmte Lauchzwiebel die zu der Zeit geerntet wird. Diese wird über dem Grill geröstet, in eine Sauce getaucht und anschließend gegessen. Da man die einzelnen Lauchschichten abzieht und im ganzen isst, ist das ganze eine ziemliche Sauerei- aber auf jedenfall lecker!! (Mehr infos findet ihr hier)

Ende Februar hieß es dann für mich wieder meine Koffer zu packen, denn Anna und ich mussten die Gastfamilie wechseln. Die Familie in der wir bisher gelebt hatten zieht nämlich bald um. Etwas traurig und natürlich auch fassungslos mussten wir uns schließlich entscheiden wer zu welchen Leuten gehen wird, die sich gemeldet hatten je eine Freiwillige aufzunehmen. Zum Glück wohnen beide Familien im gleichen Ort und Anna und ich können uns weiterhin treffen. Als wir uns dann entschieden hatten hieß es plötzlich: okay ihr müsst morgen einziehen. Ähm? Hallo gehts noch? Obwohl fest stand, dass wir umziehen mussten, war mir das doch etwas zu abrupt. Es fühlte sich einfach nur wie ein Rausschmiss an und als wäre ein Umzug gar keine große Sache. Anna hat sich zum Glück dafür eingesetzt, dass wir erst nach 3 Tagen umziehen mussten, trotzdem packte ih in der selben Nacht noch das Meiste zusammen. Mehr und mehr erfuhren wir, dass eigentlich schon alle außer uns mindestens einen Monat früher bescheid wussten und meine alte Gastfamile von vornerein geplant hatte, dass mindestens einer von uns beiden geht. Ich weiß immer noch nichts so ganz wie ich über die ganze Geschichte denken soll. Mit gemischten Gefühlen und leider auch ziemlich krank verabschiedete ich mich am Dienstag Nachmittag von Noemi, Israel, Noa und Leo. Nach einer festen Umarmung und ein paar netten Worten war es dann irgendwie vorbei. Besonders Schade fand ich, dass es gar keinen richtigen letzten Abend gab. An unserem letzten Sonntag waren Anna und ich noch mit Leo bei dem Karnevalszug. Ich hoffe irgendwie das sich die Kinder ein wenig an uns erinnern werden. Trotz der äußeren Umstände war der Karnevalszug echt schön und die Kostüme hatten es mir besonders angetan. Aber vor allem genoss ich die letzte Zeit mit Leo und Anna!

Jetzt sitze ich grade im Garten von meiner neuen Gastfamilie. Die Eltern heißen Anna und Johannes und sie haben einen 8-jährigen Sohn namens Kris. Johannes kommt aus Österreich und wir sprechen ab und zu deutsch miteinander. Die Mutter redet spanisch und katalan aber untereinander reden alle hier englisch. Ganz schon viele Sprachen! Übers Wochenende fährt die Familie meistens weg, das heißt ich bin die meiste Zeit hier alleine. Daran muss ich mich definitiv noch gewöhnen, vor allem an die Stille im Haus. Mein Zimmer ist natürlich im vergleich zu der Villa winzig klein, dafür aber umso gemütlicher! Was aber auf jeden Fall das Beste ist: mein Arbeitweg dauert nur 3 Minuten 😀

Das erste Wochenende hier hab ich nicht soviel gemacht. Hauptsächlich ausgeruht , da ich fast die komplette Woche krank war.

Jetzt wo der Frühling kommt und schon die ersten Bäume blühen wird mir bewusst, dass nur noch fünf Monate vor mir liegen und ich schon seit einem halben Jahr hier bin. Jetzt beginnt wohl irgenwie ein neuer Abschnitt in diesem Jahr und ich bin gespannt,was ich in der zweiten Hälfte noch so alles erleben werde….

Bis dahin und alles gute wünsche ich euch 🙂

Eure Nina

P.s. hier noch ein paar Bilder…

Buchpressen für den Tag der offenen Tür

Ich bei der Arbeit

Keep smile 🙂

Mein Arbeitsplatz

Barcelonas Skyline

2 Antworten

  1. Ari sagt:

    …na Ninchen, da ist ja Einiges los bei Dir. Bin stolz auf Dich, dass Du auch mit ärgerlichen und veränderten Situationen souverän umgehst und Dich nicht von Deinem Weg abbringen lässt. Wie heißt es so schön: wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue…
    Freue mich schon Dich wiederzusehen, wenn wir alle 😉 im Mai zu Besuch kommen.
    Lass es Dir gut gehen und nimm alles Schöne mit!
    GLG Ari und Paul

    • Nina sagt:

      Hallo Ari!
      Vielen Dank! Ich bin froh von euch zu Hause auch so viel Unterstützung zu bekommen!! 🙂 Wir sehen uns ja schon bald schon wieder und ich bin gespannt was als nächstes passiert! ;)!
      Grüße nach Berlin!

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