Semana Santa und Frühlingsgefühle

Mein Leben in Spanien

Semana Santa und Frühlingsgefühle


Hola Amigos!! Der April war sehr ereignisreich und euch erwarten einige
schöne Bilder von meinem Urlaub in Andalusien. Aber nicht nur nach Sevilla
führte mich meine Reise in den Süden, auch die Straße zu Gibraltar überquerte
ich bis hin nach Marokko….

Sevilla

Ach was soll ich sagen zu Sevilla. Einer der schönsten Städte die ich je
gesehen habe. Sie kann auf jeden Fall mit Barcelona mithalten, auch wenn sie
natürlich viel kleiner und weniger internationalen Flair hat. Als
Transportmittel benutzten wir hauptsächlich das Fahrrad. Zum Glück hatte ich ja
jemanden, der schon einige Monate in der Stadt gelebt hatte und sich mit dem
örtlichen Fahrradverleihsystem auskannte. Mein Freund Sebastian, der bereits
seit 3 Monaten hier wohnte und arbeitete, zeigte mir also aus der Sicht eines
“eingefleischten Sevillianers” die Stadt. Vorbei kamen wir so zum
Beispiel am ersten Tag an den “Setas”- zu deutsch Pilze. Es ist die
weltgrößte Holzkonstruktion und sehr beeindruckend. Von oben hat man zudem eine
wunderschöne Sicht auf die Stadt!

Weiter ging es dann durch weitere schöne Gassen und Parks bis hin zum Plaza
de Espana. Ein wirklich beeindruckendes Gebäude in der Form eines Halbkreises/Umarmung.
Dort waren auch die einzelnen Bezirke von ganz Spanien in der Fassade wieder zu
finden. Natürlich musste ich unbedingt mich vor die Barcelona Inschrift hinsetzten
um ein Foto zu machen 😉

Am Plaza de Espana habe ich dann auch das erste mal in meinem Leben echte
Flamenco Tänzerinnen gesehen und es hat mich echt umgehauen! Einfach nur
unglaublich was die dort leisten. Hut ab.

Las Setas

 

 

 

 

 

 

 

Kathedrale von Sevilla

 

Plaza de Espana

 

 

 

 

 

 

 

Semana Santa

 

Am nächsten Tag fuhren wir dann erneut in die Innenstadt und mir fielen
natürlich sofort die vielen fein gekleideten Leute auf je näher wir dem Trubel
und der Musik kamen. Es war nämlich zurzeit Semana Santa. Begleitet von
dramatischer Musik marschierten die Leute durch die Straßen. Die meisten von
ihnen trugen ein Gewand mit spitzem Kopf und Schlitze für die Augen. Das
erinnerte mich ganz schön an den Ku Klux Klan! Viele von ihnen hielten außerdem ein
Holzkreuz oder eine Kerze in der Hand. Die meisten aber versteckten sich unter
den riesigen Reliquien und man konnte nur noch ihre Füße unter dem Vorhang
hervorblitzen sehen. Bei der Hitze und dem Gewicht hätte ich wirklich nicht
tauschen wollen! Insgesamt hatte ich mir das ganze durchaus fröhlicher vorgestellt,
da sehr viele von den Prozessionen geschwärmt hatten, aber es war trotzdem sehr
interessant.

https://youtu.be/Fjb9jFwfOhE 

 

Tarifa/Marokko

In den darauffolgenden Tagen besuchten wir zum einen Sebastians Vater und seine Frau an der Atlantikküste, zum anderen hatten wir aber spontan uns dazu entschlossen
einen Kurztrip nach Afrika zu machen. Ja richtig gehört Afrika genauer gesagt
nach Marokko sollte uns unsere Reise führen. Am besagten Dienstagmorgen fuhren
wir gegen 5h von Sevilla los Richtung Algeciras, wo unser Schiff ablegen sollte.
Die Tickets hatten wir am vorigen Tag schon online gekauft. Als wir dann an
einem Schalter unsere Tickets abholen mussten , stellte sich aber heraus, das wir am falschen Hafen waren. Also schnell wieder ins Auto und los nach Tarifa! Trotz Sicherheitskontrolle und Parkplatzfindung schafften wir die Fähre dann doch noch und knapp 2 Stunden später standen wir am Hafen von Tanger und ich hatte meinen ersten Stempel im Reisepass.

 

In Tanger angekommen betrachtete ich kritisch die Berge, das Meer und die die Stadt.”Das hier soll Afrika sein, sieht ja genau so aus wie Spanien!”,dachte ich mir nur. Aber ich hatte einfach dieses Bild von Afrika mit Wüste und Kamelen so sehr vor Augen, dass ich mir erstaml klar werden musste wie nah Spanien an Marokko liegt. Und warum sollten die Berge ein paar Kilometer anders aussehen?

Begrüßt wurden wir schon am Hafen, mit einem Haufen “Tourguides”,.Anders gesagt Menschen, die den Reisenden die Stadt zeigen wollten, solange sie danach bezahlt wurden. Etwas naiv und ahnungslos liesen wir uns auf einen dieser Leute ein. Er war etwa in unserem Alter und sprach sehr gutes englisch. Die anfängliche Skepsis blieb aber, auch wenn er uns versicherte er wolle kein Geld von uns auch nach mehrmaligen verneinte er die Aussage und ich glaubte ihm-leider. Er führte uns also rum und zeigte uns sehr viel. Auch in mehrere Läden gingen wir und immer wurden wir dazu gedrängt etwas zu kaufen. Aus einem Teppichladen kaufte ich also Ohringe, einfach  nur um ohne umstände den Laden verlassen zu können.Immerhin handelte ich das besagte Stück noch hinunter , denn 50(!) Euro wären sie niemals wert gewesen.Wir kamen außerdem in ein marokkanisches Restaurant und es schmeckte unglaublich gut! Auch leider etwas zu überteuert aber gut. Zwischendurch bekamen wir immer wieder mit, dass unser Tourguide von den Ladenbesitzern Geld zugesteckt bekam, da er uns schließlich in die Läden führte und seinen Anteil wollte. Seine Kamel-tour und die Höhlenbesichtigung konnten wir ihm zum Glück ausreden. Als wir uns dann endlich von ihm trennen wollte,  war von demweltoffenen und witzigen Kerl gar nichts mehr übrig. In einer abgesschiedenen Gasse wollte er dann endlich sein langerhofftes Geld haben: mindestens 50€ Nach sehr langem hin und her und mit immer böseren Blicken und Drohungen gaben wir ihm dann schließlich 40€, obwohlwir ihm am liebsten gar nichts gegeben hätten. Ich war einfach so schockiert als er uns drohte uns abzustechen wenn wir ihn nicht bezahlen würden.

Schnellen Schrittes brachten wir in den darauffolgenden Minuten möglichst viel Abstand zwischen uns und den Mann. Der bittere Beigeschmack blieb noch den ganzen Tag, obwohl wir noch einen anderen netten Mann trafen und uns mit ihm eine Weile unterhielten. Ich finde es einfach nur Schade, dass es so vielen einfach nur ums Geld geht, statt einfach Menschen kennenzulernen und dadurch Kontakte auf der ganzen Welt knüpfen zu können.

Auch die Straße zu Gibraltar und die Flüchtlingsströme, ließen mich nach Tanger nicht mehr los. Eine Frage kreiste die ganze Zeit in meinem Kopf herum:

“Warum sollte ein Mensch der 13,5km(!) weiter weg geboren wurde kein Recht darauf haben nach Europa zu kommen?”

Naja, dazu kann sich ja jeder seine eigene Meinung zu bilden 😉

 

Cordoba und Rückkehr

Cordoba

In den nächsten Tagen besichtigten wir zum einen den wunderschönen Palast Alcazar und zum anderen die Mezquita in Cordoba. Beides sehr beeindruckende und wirklich sehenswerte Gebäude! Vor allem das Gesamtbild der arabischen und europäisch-christlichen Baustile gefiel   mir sehr!

Cordoba

 

Palast Alcazar, Sevilla (im Regen)

 

Wunderschöne Decke im Palast

In Cordoba trafen wir uns dann auch mit Anna, die einige Tage zuvor in Granada war und wir hatten viel zu erzählen. Zum Abschluss gingen wir dann zu dritt in eine Pizzeria, bei der es zum Beispiel die “Abba”-Pizza und die “Frida Khalo”-Pizza gab! Lustig war es auf jeden Fall! :))

 

 

 

 

Leider gingen die Tage in Sevilla viel zu schnell vorbei und ehe ich mich versah war der Tag des Abschieds gekommen und vor mir lagen 14 Stunden Busfahrt nach Barcelona. Im nach hinein war es gar nicht so schlimm,wie ich es mir vorgestellt hatte.Trotzdem kam ich dann morgens um halb 9 erst zu Hause an und fiel sofort k.o. in Bett.

 

Ein definitiv unvergesslicher Urlaub jedenfalls! Bilder kommen  doch erst morgen und demnächst werde ich noch von meinem 20. Geburtstag berichten und was im Mai grade so los ist 😉

Bis Bald und Adios!

Eure Nina

 

 

 

 

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